DNS steht für Domain Name Service und ist dafür zuständig, den symbolischen Namen der Rechner die numerischen IP-Adressen zuzuordnen (und auch umgekehrt).

Gäbe es kein DNS, müssten wir anstelle von linuxwiki.de 80.190.101.128 in die Adresszeile des Browsers eingeben (und es täte dann trotzdem nicht, weil das nur ein virtueller Server ist, der also den Namen im HTTP-Request auswertet).

Für die Namensauflösung ist der NameServer bzw. DNS-Server zuständig. BIND dürfte in dem Zusammenhang sehr bekannt sein, ebenso djbdns (was allerdings nicht mehr gewartet wird, weil DJB der Meinung ist, es sei fertig), PowerDNS (freie Software, arbeitet u.a. auf der MySQL db anstelle von files, was es einfacher macht, Änderungen schnell vorzunehmen) und myDNS.

DNS kann auch zur Lastverteilung (load balancing) eingesetzt werden. Zu diesem Zweck definiert man einen logischen Namen, auf die dann die verfügbaren Server-IP's als A-Record gesetzt werden. DNS liefert dann abwechselnd die IP's der Server. Damit erreicht man statistisch gesehen auf lange Zeit eine Gleichverteilung. Wenn man die Konfigurationsdatei per Skript erstellt und die teilnehmenden Server dabei auf Verfügbarkeit prüft, hat man Lastverteilung und Fallback.

Nützliche Links:

Frage: Was kann man tun wenn der DNS des Providers spinnt?

Möchte man einen anderen DNS-Server verwenden, trägt man diesen in /etc/resolv.conf ein.

Wenn man keinen anderen externen weiß: apt-get install bind9 und dann nimmt man einfach 127.0.0.1 als Nameserver. Man muss nichts daran konfigurieren.

Ubuntu 20.04/22.04 mit lokalem bind9: https://www.linuxbabe.com/ubuntu/set-up-local-dns-resolver-ubuntu-20-04-bind9


KategorieProtokoll KategorieNameService

DNS (zuletzt geändert am 2023-05-23 17:45:08 durch ThomasWaldmann)